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Norient – Independent Network for Local and Global Soundscapes - focuses on experimental and urban music and music scenes all over the world. As an international platform it aims to understand and show the many and often contradictory faces of cultural globalization and localization through articles about music, urbanism and politics, «authenticity», «modernity», «place» and «transnational spaces», written by musicians, scholars and music journalists from Asia, Africa, Latin America, Europe and the US.

Norient was founded by Thomas Burkhalter, an ethnomusicologist and cultural journalist from Bern (Switzerland). He has written on the music and cultural scenes of cities like Beirut, Istanbul, Cairo, Duschanbe, Belgrade, Johannesburg, and Mumbai for Swiss and international media.

Norient also produces larger and smaller projects and events. In 2009 it works with the Zentrum Paul Klee in Bern, Switzerland.



«ACHTUNG GEGENVERKEHR!»
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Das international tätige Berner Netzwerk NORIENT.COM – Independent Network for Local and Global Soundscapes – arbeitet seit 2002 interdisziplinär an der Schnittstelle von Musik, Gesellschaft und Wissenschaft. NORIENT ist eine Vernetzungs- und Vermittlungsplattform, ein Online-Magazin, und ein Künstler-Kollektiv.

Auf der Webplattform berichten Kulturjournalistinnen und Musikwissenschafter über musikalische und kulturelle Strömungen und Entwicklungen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa, aus der Schweiz und aus Bern. Die Texte vermitteln Musikerinnen, Musiker, Musik (und das Phänomen Musik an sich) an eine breite Leserschaft vor allem im deutsch- und englischsprachigen Raum.

NORIENT konzipiert zudem Veranstaltungen (Konzerte, Konferenzen, Themen-Events) zu musikalischen, kulturellen, politischen und sozialen Themen in Bern, der Schweiz und im Ausland. Gleichzeitig produziert das Netzwerk Tonträger, auf denen etwa neue Musik von AusländerInnen der zweiter Einwanderergeneration in der Schweiz vorgestellt werden.

Das Kernteam von NORIENT setzt seine Erkenntnisse aus der Vernetzungs-, Vermittlungs- und Dokumentationsarbeit zudem immer wieder künstlerisch um: in der audio-visuellen Performance und Lecture «Sonic Traces from the Arab World», die 2008 mit dem Sitemapping Preis des Bundesamts für Kultur ausgezeichnet worden ist; in DJ-Events im In- und Ausland; in Dokumentarfilmen (zur Zeit arbeitet NORIENT Gründer Thomas Burkhalter an der Filmreihe «Global Sounds» / In Co-Produktion mit dem Schweizer Fernsehen und Dschoint Ventschr); und in Radio-Sendungen auf DRS2, SWR2, WDR2, etc.

NORIENT wird zu immer mehr Veranstaltungen und Konferenzen eingeladen: 2007 trat das NORIENT Kollektiv (Michael Pfister und Thomas Burkhalter: beide aus Bern) in Kapstadt und am renommierten Transmediale Festival in Berlin auf. Hinzu kamen Auftritte an verschiedenen Konferenzen in Istanbul, Mexico City, Boston, Wien, Tirana, Salamanca, etc. 2008 wurden der Dokumentarfilm «Buy More Incense – Asian Musicians in the UK» von Thomas Burkhalter und Michael Spahr vom Publikum des Krakauer Musikfilmfestivals «Muzyka i Swiat» mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 2009 gestaltet NORIENT das Sound-Konzept der Ausstellung «Traum und Wirklichkeit. Zeitgenössische Kunst aus dem Nahen Osten» im Zentrum Paul Klee (28.2.-16.8.2009) prägend mit.

Inhaltlich konzentriert sich NORIENT auf: Musikerinnen, die auf eigenständige Art lokale und globale Einflüsse verarbeiten, Traditionelles mit aktuellen Formen und Techniken neu interpretieren und in ihrer Musik die kulturellen Wechselwirkungen der Globalisierung und zunehmenden Digitalisierung reflektieren; Musiker, die in einer kritischen Art und Weise die gesellschaftlichen und politischen Realitäten in ihrer Heimat thematisieren; und Musikerinnen, die als erste, zweite oder dritte Einwanderergeneration in Europa und der Schweiz leben und neue musikalische Kombinationen suchen.
Neue Musikstile, kulturelle Trends und avantgardistische Kombinationen fliessen schon lange nicht mehr nur vom Norden in den Süden. Sie entstehen zwischen Bejing, Mumbai und Sao Paulo, Istanbul, Lagos und Johannesburg.

In seiner vielfältigen Arbeit will das NORIENT Team aktuelles, hochstehendes Musikschaffen kompetent und unabhängig an ein breiteres Publikum im In- und Ausland vermitteln. Siehe auch Norient Myspace und den Artikel "Musikethnologische Höhenflüge in einer postkolonialen Welt".

 

WE FEEL CONNECTED TO:
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ABOUT NORIENT - NICE INTRODUCTION BY CLUB TRANSMEDIALE 2007
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Norient, subtitled an independent network for local and global soundscapes, is a Swiss-based organisation aiming to develop an understanding of cultural globalisation. Norient produces, co-produces and curates large and small projects, locally and internationally. From making DJ nights to film nights, articles and photographs, Norient creates and draws connections across the globe.

They organise concerts and meetings around themes of cultural globalisation, music and censorship, town planning and gentrification. Recent events include PLAN_B – a multi-media event in Switzerland focussing on cultural and socio-political questions in Berne. International musicians and artists were invited to participate in interdisciplinary activities with local artists. Last year there were also events with Christiaan Virant, one of the most important representatives of the underground scene in Beijing, and his FM3 project - a concert, and a radio show about cultural policy and censorship in rapidly changing China.

Norient is involved in regular radio and Web radio projects including: NEUE MUSIK AUS ISTANBUL Schweizer Radio DRS3, and NORIENT IN BEIRUT live on VibeLebanon.com and they often organise or take part in international conferences.
The Norient web site acts as a platform for the publication of articles, and the group also contributes papers to journals, magazines and conferences. They have released two compilation CDs Sounds from home - La Suisse Internationale and Mischpult Schweiz -La Suisse Internationale, and released a documentary film Buy More Incense (2002) about Indian and Pakistani musicians of second and third generation in the UK, produced by Thomas Burkhalter and Michael Spahr.

Norient was founded by Thomas Burkhalter (1973), an ethnomusicologist and cultural journalist from Bern (Switzerland). He has written on the music and cultural scenes of cities like Beirut, Istanbul, Cairo, Duschanbe, Belgrade, and Mumbai for Swiss and international media.



ABOUT NORIENT - EIN ARTIKEL VON SUSANNA NIEDERMAYR (ORF)
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Musikplattform Norient - Jenseits der Weltmusik

Im Zentrum der Arbeit von Norient steht ein Internet-Magazin, gelegentlich organisiert und kuratiert Norient aber auch Veranstaltungen, sowohl Diskussionsveranstaltungen, Vortragsreihen als auch Konzerte. Weiters hat Norient etwa an den CD-Produktionen "Sounds from home" und "Mischpult Schweiz" mitgewirkt, die einen Einblick in die Musikszene der in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten geben.
Man hat auch bei der Erstellung eines neuen Lehrmittels mitgeholfen, das, wie es in einem Text auf der Norient-Homepage dazu heißt, "die Musik anderer Kulturen für die Volksschule aufarbeitet und dabei einen Kulturzentrismus vermeidet".Auskunftsbüro
Vor allem aber, so Thomas Burkhalter, seien sie in den letzten Jahren immer mehr zu einem Auskunftsbüro geworden. Leute aus den unterschiedlichsten Kontexten - Journalisten, Kuratorinnen, Künstler oder Wissenschaftlerinnen - würden sie um Kontakte bitten. In jedem Fall sei zu bemerken, dass der Bedarf danach stetig steige.

Die Anfänge
Der Musikjournalist und Musikethnologe Thomas Burkhalter ist der Begründer und Chefredakteur der in der Schweiz beheimateten Musikplattform. Immer wieder, wenn er nach einer Reise seinen Bericht an diverse Weltmusik-Journale zu verkaufen versuchte, erzählt er von den Anfängen, wurde er mit der Frage konfrontiert, welche der von ihm interviewten Musiker denn einen Vertrieb in Deutschland hätten.
Thomas Burkhalter: "Und dann habe ich eben gesagt: Keiner. Woraufhin es oft hieß: Kannst du denn nicht vielleicht noch Goran Bregovic in deinen Artikel reinbringen? Nein, kann ich eigentlich nicht." Und so sei schließlich die Idee entstanden, selber eine Plattform zu schaffen. 2004 ging Norient online.

Wachsendes Interesse
"In den letzten Jahren hat sich viel verändert", so Thomas Burkhalters Bestandsaufnahme. Das Interesse an den neuen und experimentellen Musikszenen jenseits der westlichen Metropolen würde beständig wachsen; auch eine Chance, wie es scheint, endlich den Begriff Weltmusik hinter sich zu lassen.
Noch vor wenigen Jahren hätten es die meisten Leute nämlich ziemlich uncool gefunden, wenn er ihnen erzählte, dass er über die Musik aus anderen Ländern schreiben würde, erinnert sich Burkhalter: "Dann haben die Leute in der Regel gesagt: Aha, du schreibst also über Weltmusik. Und ich musste immer wieder erklären, dass ich eigentlich nicht wirklich über Weltmusik schreiben würde."

Lokalisierungs- und Globalisierungsprozesse
Heute, führt Burkhalter weiter aus, interessieren sich wesentlich mehr Leute für die Musik aus den Ländern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas, allerdings eben für jene Musik, die nicht die klischierten Bilder der Weltmusik transportiert, womit auch in seinem Leben die Weltmusik-Branche immer mehr an Bedeutung verlieren würde.
Vor allem, so Thomas Burkhalter, versuchen er und Norient der Frage nachzuspüren, wie sich Lokalisierungsprozesse und Globalisierungsprozesse gegenseitig bedingen, und wie Musik hier hinein spielt.

Ausbalancieren der Machtverhältnisse
Dass er sich in einer privilegierten Position befindet, ist Thomas Burkhalter durchaus bewusst: "Man ist immer der 'reiche Schweizer', der eben auch die Möglichkeit hat, in diese Länder zu reisen und seine Gedanken anschließend über verschiedene Medien zu verbreiten. Was man tun kann, ist zu versuchen, mit möglichst vielen Leuten zu reden und möglichst ehrlich zu sein."

Den Ländern aufgrund des Machtungleichgewichts von vornherein fern zu bleiben, sei jedenfalls keine Lösung. Stattdessen hält Thomas Burkhalter auf seinen Reisen auch immer Ausschau nach neuen Autorinnen und Autoren, die aus erster Hand über die Musikszenen in ihren Ländern berichten können.

Text: Susanna Niedermayr, Österreichisches Radio Ö1

(Im Archiv von Ö1 findet sich eine 1-stündige Hintergrundsendung zu NORIENT von Susanna Niedermayr. Ausgestrahlt in der Reihe Zeit-Ton am 31.5.2007)