home projects about
upcoming contact
     
ARTICLE
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

NISCHEN VERTEIDIGEN UND BEIRUT MITPRÄGEN

Beirut und seine Subkultur

Was bei uns als Mainstream gilt, kann in Libanon Subkultur sein. Beirut macht sich mit einem Heer von Baggern und Kränen für Geldgeber und Touristen frisch. Da ist jedes noch so kleine Kulturpflänzchen wichtig, das im Schatten der überteuerten und überzuckerten Monokultur wachsen will. Sei es Avantgarde-Kunst, Hardrock oder eine Gay-Night im Club „Acid“.

Im «Palace Café» an der Beiruter Strandpromenade klingt arabische Popmusik aus den Boxen. Drei junge Libanesinnen mit modischen Kopftüchern, Markenturnschuhen und Glockenjeans diskutieren angeregt in französischer Sprache. Auf dem Tisch liegen die obligaten drei Handys. Der Bursche am Nebentisch kauft seiner Angebeteten Rosen. Der Rauch seiner Wasserpfeife weht aufs Mittelmeer hinaus. Auf dem zum Café gehörigen Spielplatz - einer Plastikwelt, die an Disneyland erinnert - kümmern sich junge indische Gastarbeiterinnen um den Nachwuchs des Café-Publikums. Im Hintergrund ragen luxuriöse Appartementhäuser und Hotels in den Himmel. Premierminister Rafiq Hariri liess sie für die reichen TouristInnen aus den Golfstaaten bauen, direkt ans Meer. Sie sind weitgehend leer - so wie die libanesische Staatskasse.

«Superstar» will dich!

Cynthia Zaven mag das «Palace Café» nicht: «Zu traditionell hier.» Sie möchte in die Bar «Torino Express» im Stadtteil Gemmayze, in dem heute verkehrt, wer sich in Beirut KünstlerIn nennen will. Die 34-jährige Zaven unterrichtet Klavier am Konservatorium. Ihre Kompositionen und Geräuschlandschaften untermalen zahlreiche Dokumentar- und Kunstfilme. Wie viele Kulturschaffende Libanons arbeitet sie gerne spartenübergreifend: Mit der Grafikerin und bildenden Künstlerin Catherine Cattaruzza thematisiert sie in Installationen gesellschaftlich relevante und brisante Themen: Das Leben an libanesischen Grenzen etwa oder die Konstruktion persönlicher Identitäten im multireligiösen Libanon. Das Fernsehen wollte sie in die Jury für die Sendung «Superstar al-Arab». Zaven hat abgelehnt; die singenden Popsternchen, die sich vor den Kameras der vielen libanesischen TV-Stationen räkeln, sind nicht ihr Ding.

Im dezent beleuchteten «Torino Express» kennt man die Künstlerin. Überhaupt scheinen sich alle zu kennen. «Von Kunst allein könne hier niemand leben, sagen sie alle, nachdem die Neuigkeit die Runde gemacht hat, dass ihr Begleiter ein Schweizer Journalist sei, der der Beiruter Subkultur nachspüren will. «Kunst und Musik sind Hobby. Entweder man geht einem Brotjob nach. Oder man verdient sein Geld mit mehrheitsfähiger Unterhaltung.» Sagen sie, den Caipirinha oder das lokale Bier namens Almaza vor ihnen auf dem Tresen. Im Hintergrund ist Miles Davis zu hören.

Ziad Rahbani, Sohn der libanesischen Sängerin Fairuz und Liebling der Intellektuellenszene, tritt im «Skin» auf. Die Bar befindet sich im Keller des Nobelhotels Plaza. Rahbani spielt mit Begleitmusikern Jazzstandards und Bossa Nova. Seine Finger gleiten wenig überzeugend über die Klaviertasten. «Merk Dir das», sagt ein schon etwas beschwipster Musikwissenschaftler: «Viele libanesische Künstler sind allzu schnell mit sich zufrieden. Das ist eines der Hauptprobleme hier. Eigentlich müsste ich Rahbani mit Erdnüsschen bewerfen und ihn so anspornen. Denn er wäre eigentlich ein hervorragender Musiker.» Nach dem Konzert gilt es, die Rechnung zu begleichen: sechs Drinks, umgerechnet hundertdreissig Schweizer Franken.

Arabische Musikvielfalt

Dieses und andere Schickimicki-Hotels kennt der Oud-Spieler, Informatiker und Modellflugbauer Fahed Riachi nur vom Hörensagen. Der 21-Jährige wohnt noch bei seinen Eltern. Gleich neben einer chaotischen Kreuzung, auf der die AutofahrerInnen überholen und hupen, als wollten sie auf diesem Weg ihre Aggressionen über die miserable Wirtschaftslage des Landes loswerden. Riachi ist schlecht gelaunt. Er wartet auf den Telefonrückruf eines Veranstalters: «Wieder einmal weiss ich nicht, wann wir den Soundcheck fürs heutige Konzert haben. Wieder einmal werde ich erst beim Auftritt sehen, wo und über was für eine Musikanlage wir spielen sollen.» Nächste Woche wird er Oud-Workshops in Kairo geben. Und vor einem Jahr trat er mit dem Rapperkollektiv Aks'ser auf Einladung der Pro Helvetia an den Stanser Musiktagen auf. «Zum Glück gibt es diese internationalen Kulturorganisationen», schwärmt er, «sie bringen uns Künstlern Respekt entgegen.» Riachi hat sich in seinem Zimmer mit den Musikern seiner Band getroffen, um noch einmal die populären ägyptischen Lieder aus den sechziger Jahren zu proben, die sie am Abend spielen wollen. Das Motto der Gruppe: «Wir wollen Jung und Alt die Vielfalt der arabischen Musikkultur zeigen. Auch mit indischer und lateinamerikanischer Musik experimentieren wir», sagt Riachi. Manchmal spielt das Trio sogar Lieder aus Syrien, was nicht immer gut ankommt - schliesslich ärgern sich viele LibanesInnen über die nicht enden wollende syrische Truppenpräsenz in ihrem Land. «Aber wir lassen uns nicht vorschreiben, was wir zu sagen oder zu spielen haben.» Riachis grosses Vorbild ist der Ägypter Sayyid Darwish, der ab 1910 westliche Instrumente und Harmonien mit arabischen Musikformeln verband und in seinen Texten die Lebenswirklichkeiten des ägyptischen Volkes darzustellen versuchte. «Darwish hat gesellschaftliche und künstlerische Inhalte auf höchstem Niveau zusammengebracht. Ein grosser Künstler, ein freier Mensch.»

Ein CD-Sampler mit junger arabischer Musik, auf der auch Fahed Riachi vertreten ist, liegt in der «CD-Thèque» im christlichen Stadtteil Achrafieh auf. Der CD-, Video- und Comics-Laden ist so etwas wie das Epizentrum der Subkultur in Beirut. Die KünstlerInnen sagen es so: «Schwachköpfe kaufen im Virgin Mega Store, die Coolen in der CD-Thèque.» Im Laden - inspiriert vom Zigarrenshop in Paul Austers Film «Smoke» - liegen Flyer für Konzerte und Performances auf, daneben gut sichtbar die Produktionen innovativer Beiruter Gruppen: zum Beispiel der Trip-Hop-Band Soap Kills.

Zensurgewiefter Rapper

Waël Kodeih, Rapper der Gruppe Aks'ser, bringt seine neue Solo-CD in der CD-Thèque vorbei. Er erklärt Ziad Nawfal, DJ bei Radio Lebanon, dass das neue Album in die ganze arabische Welt vertrieben werde - was ihm auch ein wenig Sorgen bereite. «Hier weiss ich ganz genau, wie kontrovers ich sein kann, ohne zensuriert zu werden. Für die anderen Länder muss ich gewisse Aussagen wohl noch ein bisschen besser zwischen den Zeilen verstecken.» Kodeih rappt auf Arabisch und ungeschminkt über die sozialen und politischen Realitäten in seiner Heimat. Er ärgert sich über die lokalen Rapper, die mit ihrem Lebens- und Kleidungsstil die US-amerikanische HipHop-Szene imitieren. Auch für die libanesischen Teenager, die sich mit Heavy Metal zudröhnen und nichts von den Problemen in ihrem Land wissen wollen, zeigt der 24-Jährige wenig Verständnis. Die Kids, die auf ihren Instrumenten Black Sabbath imitieren, sind in der libanesischen Öffentlichkeit immer wieder Thema. Die Medien berichten von Verhaftungen, weil die jungen Leute angeblich Satan anbeten, Tätowierungen trügen und Drogen konsumierten. Kodeih winkt ab, trotz aller Kritik: «Die Medien machen die Szene grösser und wilder, als sie ist. Diese Teenies chatten doch einfach Tag und Nacht im Internet.»

Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendlichen möchte Kodeih nicht ins Ausland abwandern. Lachend erzählt er, wie die Rap-Band Kitaa B während einer Europatournee abtauchte und seither als verschollen gilt. Nein, so etwas käme ihm nicht in den Sinn, sagt Kodeih. Denn eigentlich sei Beirut eine grossartige Stadt, quasi «der perfekte Mix von Ost und West».

Auf dem Parkplatz vor dem Disco-Club «Acid» ist kein Platz mehr frei. Zwei Betrunkene erfreuen sich am Ausblick auf das Lichtermeer der 2-Millionen-Stadt. Freitagnacht ist Gay-Night im «Acid». Zwanzig Franken Eintritt, alle Drinks gratis. «Smack My Bitch up» von Prodigy hämmert aus den Boxen. Von der Decke schneien Schaumflocken. Die Männer und die wenigen Frauen schreien und tanzen ekstatisch: auf der Tanzfläche, auf einem Podium, auf und hinter der Bar. «Ab und zu gibt es Razzien und Verhaftungen hier», schreit einer der Veranstalter und zeigt auf die beiden Sicherheitsmänner, die bockstill inmitten wilder Tänzer stehen. «Die meisten Nächte verlaufen aber problemlos. Heikel wirds nur dann, wenn sich zwei etwas gar nahe kommen.» Man sei zurzeit sehr aktiv und habe eine Anti-Aids-Kampagne aufgezogen, erzählt er weiter: «Auf dem Plakat stand das Signet für Schwule und Lesben neben dem Logo des Ministeriums. Die habens wohl nicht richtig kapiert.»

Musik durch die Wand

«Beirut ist eine Partystadt», schwärmt Ceasar K. Er ist Resident-DJ im «Lila Braun» in der Rue Monot und Mitbegründer des Internetradios www.vibelebanon.com. Der studierte Marketingfachmann will jenen 15 bis 20 Prozent LibanesInnen, die nach seiner Schätzung nicht bloss arabischen Kommerzpop hören, die neuesten Clubsounds aus dem Westen näher bringen: Diese Nacht Breakbeats mit einer melodiösen Note. VibeLebanon werde vor allem von ExillibanesInnen gehört, erzählt Ceasar. In Beirut seien die meisten Internetverbindungen zu langsam für Live-Streams. «Gestern hat mich einer aus meiner Strasse angesprochen und von meinen Sendungen geschwärmt. Ich war überrascht. Bis sich herausstellte, dass er die Musik nicht via Netz hört, sondern durch die Wand hindurch.» Eigentlich müsste VibeLebanon in Beirut auch über eine reguläre Radiofrequenz senden, doch dazu bräuchte es viel Geld und Beziehungen ins Ministerium. «In den neunziger Jahren gab es hier viele Piratenstationen. Nach einem neuen TV- und Radiogesetz mussten sie alle ihre Arbeit einstellen.»

Im schicken «Lila Braun» kommt Ceasars Musik gut an. Der Club befindet sich an der Rue Monot - bis vor wenigen Jahren noch eine Lieblingsadresse der Intellektuellen und Künstler Beiruts. Mittlerweile ist sie Treffpunkt der Schönen und Möchtegernreichen, ein kommerzieller House- und Techno-Club steht neben dem andern. Wird sich der neue Zufluchtsort der Künstler, die Rue Gourraud in Gemmayze, in die gleiche Richtung entwickeln? Die französische Traditionsbäckerei «Paul», die «Tapas Bar Louie», die Sushi-Bar «Soto», der «Social Club» und das «Torino Express» deuten jedenfalls schon an, dass auch aus dieser Strasse eine neue Flaniermeile werden könnte. Die Bagger und Kräne sind schon vorgefahren und arbeiten kräftig.

Auch in Beirut scheinen also die KünstlerInnen einen Einfluss darauf zu haben, welche Quartiere entdeckt, dann hip und schliesslich «schön»-renoviert werden. Viel stärker aber als in europäischen Städten driften in Beirut Kultur und Geschmack der Künstlerinnen und der Politiker, Wirtschaftsführer und Stadtplanerinnen auseinander. Die politische Elite - und auch die zahlreichen TV-Stationen - zeichnen gerne eine grosszügiges, sauberes, modernes und weltoffenes Bild vom multireligiösen Libanon. Inbegriff der offiziellen Ästhetik ist das nach dem libanesischen Bürgerkrieg (1975 bis 1990) aus dem Boden gestampfte neue Stadtzentrum: Wo christliche Milizen 1976 ein muslimisches Viertel auslöschten, steht heute die Beiruter-Villa, ein hundertfach kopierter Prototyp. Viele Intellektuelle mögen dieses Paradies für Golfaraber nicht - dieses zu Stein gewordene Symbol für die Verdrängung des Bürgerkrieges mit seinen 150 000 Toten, als das der Schriftsteller Elias Khoury das Quartier einmal bezeichnete. Die KünstlerInnen treffen sich lieber in einfachen, kleinen Bars in Hamra. Oder im Strandcafé «Rauda», dem Lieblingscafé von Rabih Mroué. Mroué arbeitet hier an seinen Theaterstücken und Performances und lässt sich zwischendurch von Autorinnen, Filmemachern und Kuratorinnen unterbrechen. Sie kommen an seinen Tisch, plaudern ein wenig und gehen dann an ihre eigenen Plätze zurück, um dort ihrerseits in ihrer Arbeit zu versinken. In seinem neuesten Stück «Looking for a Missing Employée» erzählt Mroué die wahre Geschichte eines Regierungsangestellten, der eines Abends nicht mehr von seiner Arbeit nach Hause kam. Seine Informationen hat sich Mroué aus einem Bündel von höchst widersprüchlichen Artikeln geholt, die in libanesischen Zeitungen erschienen sind. Aus der Geschichte des verschwundenen Mannes wird im Laufe des Stückes die Geschichte eines verlogenen, korrupten Staates.

Für den Westen, aus dem Westen

Anerkennung finden gesellschafts- und staatskritische arabische KünstlerInnen wie Rabih Mroué vor allem im Westen. Mroué wird denn auch oft nach Europa eingeladen. In Beirut hat er «Looking for a Missing Employée» nur privat aufgeführt; er hat das Manuskript erst gar nicht an die Zensurbehörde geschickt, die jedes künstlerische Projekt prüft, bevor es zur öffentlichen Aufführung freigegeben wird - oder eben nicht. So bleibt Rabih Mroué - wie viele andere subversive KünstlerInnen auch - auf Veranstalter und Vermittlerinnen im Westen angewiesen, was seine Kunst mal mehr, mal weniger beeinflusst. Wer auf der internationalen Kulturbühne agiert, weiss, welche Themen im Westen gefragt sind. Laut Mroué sind dies: Der Palästina-Konflikt, der libanesische Bürgerkrieg, die Rolle der Frau in der arabischen Welt, das traditionelle Leben im Dorf. Viele Künstler und Künstlerinnen widmen sich denn auch diesen Themen: Sicher ein Teil der libanesichen Kulturszene beschäftigt sich aus eigenem Antrieb und tief greifend mit lokalen Fragen, sucht neue Interpretationen und Umsetzungsformen. Solange diese Szene aber ausschliesslich auf das kulturelle Interesse aus dem Westen angewiesen ist, droht die Gefahr, dass zu stark von aussen definiert wird, was lokal relevant ist.

Der Komponistin und Jazzpianistin Joelle Khoury ist das egal. Die Lehrerin am Konservatorium mag deutsche Dichter. Sie hat bei CD-Thèque die CD „Music & Poetry“ mit Gedichten von Rilke herausgegeben und gibt oft Jazzkonzerte in Beirut. Ihre Projekte kann sie auch ohne einen libanesischen Aufhänger verkaufen. „Kürzlich, während des ‚Black History Month’, habe ich bei der US-amerikanischen Botschaft erfolgreich die Finanzierung eines Jazzkonzertes beantragt. Für die amerikanisch-libanesische Freundschaft und für afroamerikanische Musikkultur in Beirut.“ Zur Zeit kämpft Khoury darum, in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Sie wohnt im In-Quartier Gemmayze, und der Vermieter will die Miete massiv erhöhen. „Ich glaube nicht, dass er mich rausschmeissen kann. Ich habe einen alten, sehr guten Mietvertrag.“

Auch wenn enorm viel gebaut wird; in der Stadt, die noch immer viele Narben vom Krieg trägt, finden sich noch Nischen. Im Backpacker-Hotel «Zico-House» trifft sich die Beiruter Subkultur-Musikszene zum «Anti-Krise»-Festival. Freejazzer und Rockbands treten im Hinterhof auf, vor den geschwungenen weissen Balkonen der Jugendstilvilla. Blend, die erste von einem Majorlabel unter Vertrag genommene libanesische Alternativrockband, spielt melancholische Balladen, Sänger Jad Souaid singt in Englisch: «Manche nehmen Drogen, um das trostlose Leben hier zu vergessen. Was für Möglichkeiten hat meine Generation? Sagt es mir, jetzt! Wir alle sind Passagiere ohne Ziel.» Cesar K spielt im Salon ein punkrockiges DJ-Set. Kriegsbilder aus dem Irak und Palästina und Parolen wie «No war for oil» flimmern über die Hauswand. Die spanische Gruppe Vetusta Morla spielt eine melancholische, leuchtende Rockmusik. Der Sänger bedankt sich überschwänglich: Er sei so glücklich, in Beirut aufzutreten. Man sieht es ihm an. Eingeladen wurde die spanische Gruppe von Samar Kehdy vom Veranstalter „In Concert“. Sie kann Musikerinnen mit der „Czech Air“ billig einfliegen - manchmal sind einfach nur Ideen gefragt.

Das Publikum unterschiedlichen Alters geniesst dieses musikalisch vielfältige Festival. Bier und Wein fliessen in rauen Mengen, es wird debattiert und manchmal getanzt. So ähnlich - wenn auch nicht mit den gleichen künstlerischen Inhalten - muss es wohl gewesen sein, als Beirut in den Sechzigerjahren noch ein vibrierendes kulturelles Zentrum in der arabischen Welt war. Heute ist jedes noch so kleine Kulturpflaenzchen wichtig. Auch wenn sich Avantgarde-Kunst, arabischer HipHop und in englisch gesungene Rockmusik kuenstlerisch nicht miteinander vergleichen lassen, stellen sie doch alle wichtige subkulturelle Alternativen zur ueberteuerten und ueberzuckerten Monokultur dar. Denn bis auf weiteres dominiert in Libanon wie in andern arabischen Ländern die Kultur des kommerziellen und TV-tauglichen Pop und der Seifenopern noch viel stärker als im Westen. Was den Machthabern nur recht sein wird.

 

VERWANDTE TEXTE NORIENT.COM
-------------------------------
> IM SCHATTEN DER EINHEITSKULTUR
> LEISE MUSIKER IN EINER LAUTEN STADT
> TANZEN NACH DER WASSERPFEIFE
> MIT DEM MIKROFON GEGEN DIE STILLE
> «DIE MUSIK IM ZENTRUM STEHEN»
> JENSEITS VON OST UND WEST
> NEUE ARABISCHE MUSIKWELTEN
> STRAIGHT OUTTO ALGIERS
> «KUNST UND KULTUR SIND DIE WAHREN MOTOREN DER MENSCHEN.»
> BOTSCHAFTERIN DER STERNE
> FAIRUZ - AMBASSADRICE DES ETOILES
> FUNK AUS KABUL, SKA AUS ISTANBUL, RAP AUS DAKAR
> BOMBENEINSCHLÄGE UND VOGELGEZWITSCHER

BÜCHER / CD TIPPS
-------------------------------
> Ceasar K
> In Concert Konzertagentur
> Blend
> Zico House
> Lebanon Bands
> Vibe Lebanon Internetradio
> Lebanese DJs
> Arab Net
> Clotaire K
> Vetusta Morla
> Art Lebanon
> Soap Kills
> Mazen Kerbaj
> Beirut Love
> Mahmoud Turkmani
> Ziad Rahbani
> Fairuz
> Huriyah Magazin
> Gay Lebanon
> Ausgehen in Beirut
> Marcel Khalife
> Rayess Bek
> Al Jadid Magazine